Objective observers – curious commodities: it-narratives in the long 18th century
Über dieses Buch
Das lange 18. Jahrhundert erlebt eine besondere Blütezeit von Erzählungen, in denen Objekte ihre Geschichten erzählen. It-Narratives, wie die Forschung diese Texte heute nennt, entwickeln sich zu einem eigenen literarischen Genre. Dieses Buch untersucht den Aufstieg und Niedergang dieses Genres, indem es es durch das Aufkommen der experimentellen Wissenschaft, die Entwicklung der politischen Ökonomie und die Popularisierung des repräsentativen Geldes versteht. Indem es diese Prozesse durch die Linse von It-Narratives betrachtet, stellt das Buch gängige Vorstellungen über ihre historische Epoche infrage und zeigt zugleich, wie diese Texte im Zentrum der Theorie der literarischen Verfremdung stehen.
Indem es selbst das Vertraute fremd macht, zeigt es die Helden des Pikareske als Objekte, Robert Boyle als Geschäftsmann, Daniel Defoe als Autor des psychoanalytischen Triebs, Jonathan Swift als missmutigen Drapier, Adam Smith als Literaturkritiker und Newton als Münzmeister. Damit bietet das Buch eine verfremdende Perspektive, die Beziehungen infrage stellt, die wir im langen 18. Jahrhundert als selbstverständlich ansehen.
Vid Stevanović studierte Anglistik, Hispanistik, Volkswirtschaftslehre sowie allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft in Giessen, Sussex, Sevilla und München, wo er 2022 im Rahmen des Graduiertenkollegs „Funktionen des Literarischen in Prozessen der Globalisierung“ seine Promotion abschloss. Er arbeitet an der Technischen Universität in München.
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