Post-Epochen: Die soziale Kreation kultureller Phänomene anhand einer Metasilbe von Petrarca bis Eric Dolphy

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Schlagworte: Kulturtheorie, Literaturtheorie, Renaissance, Poststrukturalismus, Jazz

Über dieses Buch

Im 20. Jahrhundert fand sehr plötzlich und ohne unmittelbar ersichtlichen Grund eine Entwicklung statt, die man nur als Inflation von ›Post-Epochen‹ bezeichnen kann. Eine nicht erschöpfende Liste enthielte etwa die Post-Moderne, den Post-Strukturalismus, den Post-Kolonialismus, den Post-Feminismus und einige Dutzend weiterer Post-Ismen. Die vorliegende Studie bietet eine systematische Untersuchung dieses Phänomens. Ausgehend von so unterschiedlichen kulturellen Phänomenen wie der Renaissance Petrarcas, den poststrukturalistischen Theorien des 20. Jahrhunderts oder dem Post-Bop in der Geschichte des Jazz wird eine Theorie sozialer Zeit entworfen, die es erlaubt, die spezifische Struktur von Post-Epochen, ihre soziale Konstitution sowie ihre plötzliche Inflation kategorial zu fassen und in ihrer operationalen Verfasstheit zu begreifen. Dies relativiert einerseits den Exklusivitätsanspruch des vergangenen Jahrhunderts auf die beliebte Vorsilbe Post- und verweist andererseits auf ein Desiderat kulturtheoretischer Erforschung sozial-temporaler Konstrukte, zu der diese Untersuchung ein Instrumentarium bieten will.

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Autor/innen-Biografie

Christopher Jakob Rudoll

Christopher Jakob Rudoll studierte Komparatistik, Philosophie, Mathematik und Volkswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität München und promovierte in Literaturtheorie. Er war Stipendiat
der Studienstiftung des Deutschen Volkes und des Max-Weber-Programms. Er ist derzeit Lehrbeauftragter für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft in München und ist überdies als Software Architect tätig.

Titelbild für Post-Epochen: Die soziale Kreation kultureller Phänomene anhand einer Metasilbe von Petrarca bis Eric Dolphy
Veröffentlicht
28. November 2019